Umweltbelastungspunkte (UBP)

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Als Umweltbelastung wird eine negative Beeinflussung oder Veränderung der natürlichen Umwelt bezeichnet – wie etwa die Einwirkung von Schadstoffen auf die Umweltmedien (Luft, Wasser, Boden), die Gefährdung von Menschen und Tieren durch radioaktive Strahlung oder die Zerstörung von Lebensraum.

Um die verschiedenen Umweltbelastungen miteinander zu vergleichen oder zusammenzurechnen, existiert die Methode der Ökologischen Knappheit (UBP-Methode). Damit ist es möglich, die Gesamtumweltbelastung eines Prozesses (beispielsweise das Erzeugen von 1 kWh Nutzwärme mit einer Ölheizung) zu berechnen und mit anderen Prozessen zu vergleichen. Die so erhaltenen Werte werden in der Masseinheit «Umweltbelastungspunkte» (UBP) angegeben.

UBP sind somit eine Masseinheit für die «gesamte» Umweltbelastung, die durch einen Prozess (z. B. Heizen mit einer Ölheizung) verursacht wird. Als Beispiel: 1000 UBP entsprechen der Umweltbelastung, die eine drei Kilometer lange Autofahrt verursacht. Um die Anzahl UBP zu ermitteln, werden die Mengen der ausgestossenen Schadstoffe und der benötigten Ressourcen mit sogenannten Ökofaktoren multipliziert. Je höher der Ökofaktor, desto umweltbelastender ist die entsprechende Einwirkung. Die Einheit der Ökofaktoren ist UBP pro Einheit der Umwelteinwirkung – also beispielsweise UBP pro Gramm ausgestossener Schadstoff, UBP pro Megajoule energetische Ressource oder UBP pro Quadratmeter Landnutzung. Dadurch ergibt sich die Umweltbelastung jeder Umwelteinwirkung in derselben Einheit – den UBP. Diese können anschliessend zur gesamten Umweltbelastung durch das untersuchte Produkt oder der untersuchten Dienstleistung summiert werden.

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