Chlorothalonil – Information

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Im Laufe des Jahres 2019 ist der Pestizid-Wirkstoff Chlorothalonil in den Fokus des öffentlichen Interesses gelangt. Auch Wohlen und die ibw sind davon betroffen. Auf dieser Seite finden Sie Informationen über Chlorothalonil sowie über die Massnahmen, die die ibw trifft, um ihren Kundinnen und Kunden auch weiterhin Trinkwasser in einwandfreier Qualität zu liefern.

Was ist Chlorothalonil?

Chlorothalonil ist ein Pestizid-Wirkstoff, der in Pflanzenschutzmitteln seit den 1970er Jahren gegen Pilzbefall als sogenanntes Fungizid zugelassen ist. Er gelangt vor allem im Anbau von Getreide, Gemüse, Wein und Zierpflanzen zur Anwendung. In der Vergangenheit wurden in der Schweiz jährlich rund 30 Tonnen Chlorothalonil eingesetzt. Dieser Stoff sickerte durch den Untergrund, und heute können seine Abbauprodukte (sogenannte Metaboliten) auch im Trinkwasser in erhöhten Konzentrationen nachgewiesen werden. 

Aufgrund der neuen Erkenntnisse hat das Bundesamt für Landwirtschaft ein Verbot von chlorothalonilhaltigen Pflanzenschutzmitteln in die Wege geleitet; die ursprünglich auf Herbst 2019 vorgesehene Umsetzung verzögert sich jedoch. Der Schweizerische Bauernverband rät vom Einsatz von Chlorothalonil ab, bis weitere Informationen vorliegen. Doch auch wenn per sofort auf Chlorothalonil verzichtet wird, ist unklar, wie lange es dauert, bis das Mittel aus den Böden verschwindet: Schätzungen gehen von einer Dauer von bis zu neun Jahren aus, bis die Abbauprodukte auf 10 Prozent der Ausgangsmenge reduziert sind.

Kann man das Wohler Wasser bedenkenlos trinken?

Ja. Die ibw hat das Grundwasserpumpwerk Eichholz, bei dem eine Überschreitung des Höchstwerts festgestellt wurde, umgehend ausser Betrieb genommen. Zudem hat die ibw zusätzliche Messungen veranlasst, die keine weiteren Auffälligkeiten zutage brachten. Das Wohler Trinkwasser erfüllt somit die gesetzlichen Anforderungen und ist bedenkenlos trinkbar.

Wie geht die ibw weiter vor?

Die ibw kontrolliert ihr Trinkwasser regelmässig gemäss den Empfehlungen des Aargauer Amts für Verbraucherschutz. Aufgrund der aktuellen Erkenntnisse wurde der entsprechende Probenplan erweitert – unter anderem wird das Wohler Trinkwasser künftig halbjährlich auf Chlorothalonil-Rückstände geprüft.

Giovanni Romeo

GL IBW Technik AG

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